Posted by: ctbtonewsroom | May 23, 2017

News Report and article by ORF

The news report as well as the article by Austrian Broadcasting Corporation (ORF) highlight the work and efforts of CTBTO towards detecting nuclear tests anywhere in the world. Watch the video in full length here and read the article here. Reproduced from ORF, originally published on 21 May 2017.

Atomwaffen: Überwachungszentrale in Wien

Ob es weltweit zu einem Atomtest gekommen ist, wird von Wien aus überwacht. In der Donaustadt werden rund 300 Messstationen im Kontrollzentrum der Atomteststoppbehörde (CTBTO) in der UNO-City im Auge behalten.

Bis auf einen Kilometer genau kann die Behörde weltweit Atomexplosionen lokalisieren. „Wir haben seismische Stationen für unter der Erde, Infraschallstationen für in der Atmosphäre und Hydroakustikstationen für Explosionen in Ozeanen. Dazu gibt es dann auch Radioaktivitätsmessstationen, die kontinuierlich die Atmosphäre überwachen, ob radioaktive Stoffe freigesetzt wurden“, sagte Kernphysiker Robert Werzi vom CTBTO gegenüber „Wien heute“.

Wenn eine der rund 300 Messstationen ausfällt, wird sofort Alarm geschlagen. So soll kein Atomwaffentest geheim bleiben können. „Wenn nötig, werden die Leute vor Ort kontaktiert, die dann entsprechende Reparaturen durchführen. Wir wollen die Stationen hochverfügbar haben, und die Daten sollen kontinuierlich nach Wien kommen“, sagte Werzi.

Täglich 15 Gigabyte Daten

OPsDie Daten aus aller Welt werden von den Computern in Wien vorsortiert. Bei verdächtigen Messungen werden die Analystinnen und Analysten sofort benachrichtigt – und das kann auch mitten in der Nacht sein. „Weil das sehr wichtig für die Mitgliedsstaaten ist, die wollen sofort wissen, ob jetzt etwas passiert ist“, erklärte Analystin Maria-Theresia Apoloner. Die 183 Mitgliedsstaaten sind Länder, die ein Verbot von Atomwaffentests schon unterzeichnet haben.

15 Gigabyte Daten kommen täglich in Wien zusammen. Sie alle werden händisch überprüft, um festzustellen, ob es wirklich eine Atomexplosion war oder doch nur ein Erdbeben. Die Analyse ist schwieriger als die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. „Es ist mehr die Nadel im Nadelhaufen. Weil eben alles sehr ähnlich ausschaut, man muss sehr genau hinschauen – und dann kann man eben unterscheiden, was es ist. Aber es ist keine einfache Aufgabe“, sagte Apoloner.

ops2Die in Wien gesammelten Daten werden auch anderen Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt. So werden Daten von Unterwasserbeben etwa zur Tsunami-Frühwarnung weitergegeben. Auch Atomunfälle werden registriert und können so nicht mehr von Regierungen geheim gehalten werden.

Full article on ORF.at


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