Posted by: ctbtonewsroom | November 17, 2017

Waiting for the next bang

In an exclusive feature on CTBTO in this month’s P.M. magazine, physicist Michael Büker gives a detailed overview of how CTBTO is listening to the planet for signs of nuclear explosions, usings its seismic, infrasound, radionuclide and hydroacoustic stations. The six pages long piece features quotes from the Executive Secretary and also mentions that scientists are always searching for new ways to utilize this data; for volcano, tsunami and earthquake warnings or even analyzing the migration patterns of blue whales. In order to ensure the safety and continuity of this useful data, member states will have to get the Treaty to go into force. Read the full version on this month’s P.M. magazine.

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“Warten auf den nächsten Knall”

Atombomben werden in einem nordkoreanischen Berg gezündet. Mon­sunregen überschwemmt Dörfer in Asien. Ein Tsunami zerstört ein Kernkraftwerk an der Küste Japans. Im Südpazifik ziehen Blauwale ruhig ihre Bahnen.

All diese Ereignisse haben eines gemeinsam: Sie wurden von einem weltumspannenden Netzwerk aus Sensoren registriert. An Hunderten Orten der Erde erfasst dieses Messnetz laufend seismische Schwingungen, besondere Umgebungsgeräusche und die Menge an freigesetzter Radioaktivität. Per Satellit werden die Daten zu einem Kontrollzentrum in Wien übertragen. In einem unscheinbaren Raum inmitten eines gigantischen Bürokomplexes hängen hier die Wände voller Bildschirme, Forscher analysieren den Datenstrom.

Betrieben wird das riesige Netzwerk von Messstationen nicht etwa von einer Forschungseinrichtung oder gar von Katastrophenschützern. Es sind auch nicht die Schnüffler eines Geheimdienstes, die hier die Welt überwachen. Es ist ein gemeinsames Projekt von 183 Ländern der Erde, die alle den »Vertrag über ein umfassendes Verbot von Nuklearversuchen«, kurz: »CTBT«, unterzeichnet haben.

Die Idee des 1996 ausgehandelten Regelwerks: Atomtests sind verboten, kein Land soll sie unentdeckt durchführen können. Zuständig für die Überwachung ist die eigens geschaffene CTBTO, eine ­Organisation mit Sitz in Wien. Im Auftrag aller Unterzeichner baut diese Behörde seit dem Jahr 2000 das Messnetz aus über 300 Stationen auf allen Kontinenten und Meeren auf. Es ist zu 90 Prozent fertig.

Vier Arten von Detektoren spielen dabei eine Rolle. Es gibt seismische Messgeräte für Schwin­gungen in der Erde und Infraschall-Stationen für Druckänderungen in der Luft. Radionuklid-Stationen spüren radioaktive Teilchen in der Luft auf, und eine vierte Sorte, die hydroakustischen Stationen, registriert Geräusche in Ozeanen. Keine größere Explosion an irgendeinem Ort der Welt entgeht diesem Superdetektor. Im Jahr 2006 kam es für das System erstmals zum Ernstfall: Nordkorea zündete eine Atombombe. Es war der erste von inzwischen sechs Atomtests des Landes, der letzte fand im September 2017 statt. Das Netz der CTBTO war 2006 gerade zur Hälfte aufgebaut und noch im Testmodus.

»Über 20 Stationen haben die Explosion damals registriert«, erinnert sich der damalige Datenchef, Lassina Zerbo. »Schon nach zwei Stunden hatten wir die ersten automatisierten Analysen vorliegen.«

Die Experten konnten die Explosion auf 20 Kilometer genau lokalisieren. Doch war sie stark genug für eine Atombombe? Nordkorea könnte ja auch sehr viel gewöhnlichen Sprengstoff gezündet haben. Den Beweis lieferten Luftuntersuchungen. Sie fanden auffällige Werte des radioaktiven Gases Xenon-133. Auch eine CTBTO-Station in Kanada registrierte das. Meteorologen verfolgten die Wind­richtung zurück: Die Wolke kam aus Nordkorea. Die Explosion stammte also von einer Atombombe.

Inzwischen behauptet Nordkorea gar, über Wasserstoffbomben zu verfügen: die stärkste bekannte Kernwaffe. Das Regime will sie im Januar 2016 und September 2017 getestet haben. Die Daten dieser ­Explosionen wurden natürlich von der CTBTO und weiteren Experten ausgewertet. Noch gibt es keinen Konsens, ob die Behauptung Nordkoreas zutrifft.

Lassina Zerbo ist heute der Leiter der CTBTO und Chef von 270 Mitarbeitern. Eigentlich müsste der energiegeladene Geophysiker aus Burkina Faso zufrieden sein: Der Vertrag zeigt die ­erwünschte Wirkung, seit 20 Jahren gibt es fast keine Atomtests mehr. Das Messnetz funktioniert. Es erkennt Atomexplosionen schnell und zuverlässig. Doch trotz dieser Erfolge steckt die CTBTO in Schwierigkeiten. Das Abkommen ist rechtlich noch nicht wirksam: Es fehlen die Ratifizierungen wichtiger Länder, darunter die der USA und Nordkoreas. Deshalb muss die CTBTO quasi mit einer Hand auf den Rücken gebunden arbeiten. Sie kann etwa keine In­spektionsteams durch die Welt schicken, um vor Ort Spuren von Atomexplosionen zu suchen.

Solche Inspektionen sollen ein Herzstück der Arbeit sein. Sie könnten Beweise liefern, falls eine unterirdische Explosion keine Stoffe in die Luft entlässt. So bleiben nur Übungen: Zuletzt trafen sich 2014 über 200 Experten in der Wüste Jordaniens, um einen Inspektionseinsatz zu simulieren.

Wegen der politischen Querelen darf die CTBTO es nicht einmal offiziell verkünden, wenn sie einen Atomtest erkannt hat. Die Wissenschaftler denken aber nicht im Traum daran, mit solchen Erkenntnissen im Ernstfall hinterm Berg zu halten. So kommen offizielle Statements zustande, die in fast ulkigem Wissenschaftskauderwelsch um den heißen Brei herumreden: »Wir haben seismische Signale und radioaktive Spuren gemessen, die mit der Hypothese vereinbar sind, dass es am 9. Oktober 2006 eine unterirdische Explosion nuklearen Ursprungs in Nordkorea gegeben haben könnte.«

Lassina Zerbo weiß, dass das albern ist. »Die Öffentlichkeit will wissen, was unsere Daten zeigen. Ich kann dann sagen: ›Was ist eins plus eins?‹ Das Ergebnis ist klar, doch ich darf auf keinen Fall selbst vorrechnen, dass es zwei ist!« Der Leiter der CTBTO ist entschlossen, nicht zu verzweifeln: »Ich hasse es zwar, dass wir seit 20 Jahren eine vorläufige Organisation sind. Aber es hilft nichts: Wir müssen es schaffen, relevant zu bleiben!«

Seine Strategie: der Welt zeigen, was die Organisation kann. Das Messnetzwerk muss für Wissenschaft, Politik und Bevölkerung einen erkennbaren Nutzen bieten. Dann, hofft Zerbo, kann die CTBTO ihren vorläufigen Status überstehen – bis die Diplomaten den Vertrag endlich formal in Kraft setzen.

Beispiel Katastrophenschutz: Ende 2004, als gerade ein Drittel der Stationen in Betrieb war, ­wütete einer der tödlichsten Tsunamis der Geschichte im Indischen Ozean. Hunderttausende Menschen starben, viele auch, weil es kein Frühwarnsystem gegeben hatte. Wenig später bekam die CTBTO einen neuen Auftrag: Relevante Messdaten sollen in Echtzeit mit allen Ländern ­geteilt werden, die von Tsunamis bedroht sind. Heute beziehen die Tsunami-Frühwarnzentren in 14 Staaten die Daten von 100 Stationen der Atomtest-Wächter.

Als der Tsunami von 2011 über die Ostküste Japans hereinbrach, war das System im Einsatz. Daten der CTBTO trugen dazu bei, dass Menschen gewarnt werden konnten. Doch dieser Tsunami löste auch eines der schwersten Atomunglücke der Geschichte aus. Im Kernkraftwerk Fukushima I kam es zu mehreren Kernschmelzen. Über die folgenden Wochen konnten Detektoren des Messnetzes die radioaktive Wolke verfolgen, die sich über dem Globus ausbreitete. Sie stellte sich außerhalb Japans glücklicherweise als harmlos heraus.

Im Februar 2013 explodierte dann ein Meteo­roid über der russischen Stadt Tscheljabinsk. Dutzende Menschen wurden verletzt, als die Druck­welle Scheiben bersten ließ. Infraschall-Stationen der CTBTO registrierten die Explosion um die halbe Welt. Auch große Vulkanausbrüche erzeugen ­solche untrüglichen Signale. Dank der CTBTO-­Daten ist heute besser als je zuvor bekannt, wie häufig Meteoroiden in der Erdatmosphäre zerbersten. Egal ob nachts oder am Tag, egal ob Meteoritengestein übrig bleibt oder nicht: Das »International Monitoring System« (IMS) der CTBTO bekommt alles mit. Tatsächlich kann das Messnetz alle ausreichend großen Explosionen in der Erdatmosphäre aufzeichnen, weil solche Ereignisse eine Änderung des Luftdrucks ver­ursachen, die sich mit Schallgeschwindigkeit in alle Richtungen ausbreitet. Die größte menschengemachte Explosion der Geschichte war übrigens der Atomtest der »Tsar Bomba« durch die Sowjetunion 1961. Ihre Druckwelle war noch nach Stunden messbar, als sie auf einer dritten Runde um die Welt lief.

Ständig arbeiten Forscher an neuen Ideen, um die Messstationen für Vorhersagen und Warnsysteme zu nutzen. Einer von ihnen ist Milton Garces, Geophysiker an der Universität von Hawaii, der auf Konferenzen im Hawaiihemd auftritt und Gesprächspartner entspannt mit »Aloha« begrüßt. Garces ist eine Kapazität auf seinem Gebiet: Er leitet das Infraschall-Labor in Kailua auf Hawaiis Hauptinsel. Dort arbeitet er an einem neuen Weg, die Luftfahrt vor Vulkanausbrüchen zu warnen.

Das Problem ist in Europa bekannt, seit 2010 der isländische Vulkan Eyjafjallajökull ausbrach. Seine Aschewolke war für Flugzeugturbinen gefährlich. Tagelang stand der Luftverkehr in weiten Teilen Europas still. Hätte man das Problem mit einer längeren Vorwarnzeit in den Griff bekommen? Vielleicht. Aber dafür müsste man erst einmal alle Vulkanausbrüche zuverlässig erkennen. Das ist nicht so einfach, wie es klingt: Es gibt viele Vulkane in unwirtlichen Gegenden, die unmöglich dauernd von Menschen vor Ort beobachtet werden können.

Schon heute kommen daher Satellitenbilder, seismische Messungen aus der Ferne und chemische Analysen der Luft in der Nähe von Vulkanen zum Einsatz, um bloß keinen Ausbruch zu verpassen. Doch jede dieser Methoden hat Schwächen, erklärt Garces: »Eine Wolkendecke kann verhindern, dass die Satelliten etwas erkennen. Chemische Messungen sind nicht immer und überall verfügbar. Seismische Signale sind hilfreich, aber sie können zweideutig sein: Bricht der Vulkan aus, oder bebt er nur?« Erdbeben können zwar ein Indiz für einen bevorstehenden Ausbruch sein. Aber nicht jedem Beben folgt eine Aschewolke. Sie genügen nicht als Anlass, um den Luftverkehr umzuleiten.

Deshalb will Milton Garces nun die Infraschall-­Messungen des CTBTO-Netzwerks mit ins Spiel bringen: »Es ist, als würden wir einen weiteren Sinn dazugewinnen. Wir sehen mit Satelliten, wir fühlen mit seismischen Daten, und wir riechen mit chemischen Messungen. Der Infraschall soll unser Gehör sein«, erklärt er.

Die Arbeit der CTBTO hat dafür den Grundstein gelegt: »Wir haben unsere Daten angesehen und erkannt: Hey, die Methode kann funktionieren. Die Sensoren sind wenige Tausend Kilometer voneinander entfernt, und Infraschall breitet sich mit Schallgeschwindigkeit aus. Wir können Vulkanausbrüche so binnen zwei Stunden zweifelsfrei erkennen.«

Auch Klimaforscher profitieren von Daten des Atomtest-Überwachungsnetzwerks. Dessen 80 Radionuklid-Stationen messen zum Beispiel auf der ganzen Welt die Konzentration des radioaktiven Isotops Beryllium-7 in der Luft. Es entsteht, wenn geladene Teilchen aus dem Sonnenwind auf die Erd­atmosphäre treffen und darin Atome von Stickstoff und Sauerstoff spalten. Der Clou: Es entsteht umso mehr Beryllium-7 in der oberen Erdatmosphäre, je stärker die Sonnenaktivität ist. Und je stärker sich Luftschichten der oberen Erdatmosphäre vermischen, desto mehr kommt davon am Erdboden an.

Forscher können somit Beobachtungen von Astronomie und Meteorologie verbinden: Wie viel mehr Beryllium-7 messen wir, wenn die Sonne aktiver ist? Welche Luftströmungen müssen dafür in der oberen Erdatmosphäre herrschen? Die Antworten auf diese Fragen sind wichtige Bausteine zum Verständnis des Weltklimas. Untersuchungen zeigen sogar: Messungen von Beryllium-7 könnten helfen, das Einsetzen des Monsunregens an bestimmten Orten vorherzusagen – für die Menschen in betroffenen Regionen wäre das ein Segen.

Meteorologen wissen nämlich: Der Monsunzeit gehen bestimmte lokale Änderungen von Luftdruck, Temperatur und Windrichtung voraus. Erste Untersuchungen haben nun einen tagesaktuellen Zusammenhang zwischen der Konzentration von Beryllium-7 am Erdboden und dem Eintreten dieser Bedingungen angedeutet.

Naturkatastrophen zu verfolgen ist aber längst nicht die einzige Stärke des Netzwerks von Messstationen. Forscher vieler Disziplinen können den Datenschatz für ihre Arbeit nutzen. Zu ihnen gehört Tracey Rogers aus Australien. Sie verfolgt mithilfe der hydroakustischen IMS-Stationen Blauwale auf ihren Wanderungen über die ganze Südhalbkugel. Die Stationen zeichnen den Schall auf, der sich in den Ozeanen besonders schnell und weit ausbreitet.

»Früher konnten wir nur einzelne Wale aus Flugzeugen beobachten und mit Sensoren versehen, oder wir haben Sonarbojen aus Schiffen abgesetzt«, erklärt die Wissenschaftlerin. »Das war irrsinnig teuer und hat uns trotzdem nur winzige Ausschnitte des Ozeans für kurze Zeit gezeigt.«

Rogers interessiert sich aber für die ganz große Perspektive: Wie reagiert die weltweite Blauwal­population auf die Erwärmung der Ozeane? Welchen Rhythmen folgen ihre langen Wanderungen? Diese Fragen verlangen nach stetigen Beobachtungen über Jahre. Elf hydroakustische Stationen ge­hören zum weltweiten IMS-Netzwerk, vier davon zeichnen Geräusche im Pazifik auf, drei liegen im Indischen Ozean.

»Mit solchen Daten können wir Blauwale über große Entfernungen verfolgen. Glücklicherweise stoßen sie ständig charakteristische Rufe aus, die einfach zu orten sind«, erzählt Tracey Rogers. Dabei stellte sich etwa heraus, dass eine vor Neuseeland heimische Blauwalpopulation oft an der Ostküste Australiens vorbeizieht. »Sydney und Melbourne sind riesige Küstenstädte, doch traditionell gab es hier keinen Walfang. Daher hatten wir keine Ahnung, dass ganz in der Nähe Blauwale wandern!«

Amüsiert ergänzt Rogers: Die Neuseeländer würden neuerdings behaupten, alle Blauwale vor Australien seien eigentlich ihre – und heizen so die freundliche Rivalität beider Länder an.

Tracey Rogers ist vor allem vom praktischen Nutzen ihrer Arbeit begeistert: Seit zwei Jahren wird sie als Expertin zur Internationalen Walfangkommission eingeladen. Die nutzt ihre Daten, um die Erholung der Blauwalbestände zu untersuchen. Sie ­erlauben es zum Beispiel, die vom Aussterben bedrohten Antarktischen Blauwale von anderen, weniger stark bedrohten Unterarten zu unterscheiden. »Als Akademiker machen wir ja oft ziemlich abgehobene Arbeit. Für mich ist es eine tolle Abwechslung, etwas von praktischem Nutzen beizutragen!«

Die CTBTO mag politisch in der Klemme stecken. Doch ihr Messnetz liefert Daten für viele Zwecke. Wenn sich die Regierungen der Welt durchringen können, den CTBT-Vertrag in Kraft zu setzen, wäre die Zukunft dieser Datenquelle gesichert. Die Überwachung des Verbots von Atomtests gibt es ­gratis obendrauf.

Die vollständige Version des Artikels finden Sie hier.

Text: Michael Bükner.

 

This piece, part of the Off Ramps Initiative and co-written by CTBTO Youth Group Members Sylvia Mishra and Sarah Bidgood, draws attention to the nuclear competition among China, India and Pakistan; highlighting the importance of CTBT’s entry into force for all countries as CTBTO provides tangible value to the international community, not only limited to nuclear tests but also data regarding earthquakes and tsunami warnings. It also suggests that India and Pakistan hosting IMS Stations on their territories would help to promote transparency in confirming India and Pakistan’s non-testing to one another, showcasing commitment to stop nuclear tests. The original article can be found on stimson.org.

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Introduction

China, India, and Pakistan are expanding and modernizing their nuclear arsenals.[i] Historical tensions, unresolved border disputes, and high levels of mistrust are among the factors behind their strategic modernization programs. The current, brittle security environment in Southern Asia makes it difficult for these countries to engage in bilateral nuclear confidence building measures (CBMs). In this context, cooperation with a multilateral organization focused on nuclear nonproliferation and disarmament could be a useful precursor to more substantive steps to build strategic trust.

The verifiable Comprehensive Nuclear Test Ban Treaty (CTBT) was opened for signature on September 24, 1996 with the objective of halting all nuclear weapon test explosions or any other nuclear explosion. Twenty-one years after its adoption by the United Nations General Assembly, the CTBT has yet to enter into force. Eight states—the United States, China, India, Pakistan, Egypt, Iran, Israel, and North Korea—commonly referred to as Annex 2 countries must join the Treaty before it can take effect.[ii]  Although China signed the CTBT in 1996, it never ratified it. Beijing has instead adopted a position that it will do so only once the United States ratifies the CTBT.[iii] India and Pakistan conducted nuclear tests in May 1998 and, to this day, have not signed or ratified the CTBT. Instead, they have upheld unilateral moratoria on nuclear testing and have adhered to the basic stipulations and spirit of the Treaty.[iv] There is no evident incentive for either country to proceed with ratification. It appears that India’s signature of the CTBT is contingent on ratification by the United States and China.[v] Pakistan, meanwhile, has linked its signature and ratification of the Treaty to India’s ratification.[vi] This approach of holding the signature and ratification of the CTBT hostage to that of other Annex 2 countries has made the Treaty’s entry into force extremely challenging.

Despite the lack of momentum for entry into force, the CTBT does provide tangible value to the international community. The CTBT’s International Monitoring System (IMS) network consists of 337 monitoring facilities and forms the basis of the CTBT’s global monitoring regime.[vii] This network provides real-time monitoring and data processing of geophysical events to identify nuclear explosions anywhere in the world. For example, the network has provided data on North Korea’s nuclear tests and increases the difficulty for states to carry out covert, low-yield nuclear tests without being detected.

Unlike India and Pakistan, China is already engaging with the CTBTO by participating in the IMS network. It hosts eleven IMS stations and regularly sends data to the CTBTO. It also recently certified one of its IMS facilities, indicating it has met the CTBTO’s technical specifications to be part of the IMS and can transmit data to the International Data Centre in Vienna.[viii] India and Pakistan might similarly demonstrate their commitment to the CTBTO’s mission by contributing to the CTBT’s global monitoring network. This would be a worthwhile and realistic step for both countries as it would promote transparency in confirming India and Pakistan’s non-testing to one another, could not be construed as undermining either country’s national security interests, and would signal both countries’ willingness to demonstrate leadership in halting nuclear testing even in the absence of ratification.

The Proposal

This Off Ramps essay argues that India and Pakistan build IMS facilities on their territories as a CBM and sign of “good faith” towards promoting the objectives of the CTBT, pending its entry into force. Establishing IMS facilities in India and Pakistan would constitute a way for both countries to grant one another assurances that their self-declared moratoria on nuclear testing are being upheld and will not be evaded by extremely low-yield testing. Furthermore, both countries could derive technical benefits from cooperating with the CTBTO and the Provision Technical Secretariat, the body responsible for assisting the Treaty’s Preparatory Commission in establishing the IMS. Annex 1 of the CTBT lists two IMS stations at Rahimyar Khan (Infrasound Station) and Pari (Primary Seismic Station) in Pakistan, but construction has yet to begin on either facility.[ix] Pakistan also has yet to sign any facilities agreements with the CTBTO, which serve as formal commitments to construct and certify an IMS station on its territory.[x]

India’s engagement with the CTBTO has also been minimal. India objected to having its national stations listed in this Annex 1 after it decided not to sign the Treaty. With the passage of time, India’s intention not to become an original signatory has been clarified. Nevertheless, New Delhi could now demonstrate its support for the Treaty’s objectives by contributing to the its monitoring network and buttressing its status as a responsible nuclear power. As Executive Secretary of the CTBTO, Dr. Lassina Zerbo, noted in 2015, “For all of its efforts in galvanizing the creation of an effective international verification system, India is currently unable to derive either the political or the technical benefits from it.”[xi] In this light, India should consider building CTBTO-certified monitoring stations on its territory, thereby bolstering its nonproliferation credentials and leadership in a global network comprising 89 countries.[xii] The same holds true for Pakistan, which seeks to improve its image as a responsible nuclear-armed state but continues to block negotiations on the Fissile Material Cut-off Treaty.

To implement the first steps in establishing IMS facilities, India could proceed with the installation of the four monitoring stations that were originally planned for placement on its territory.[xiii] If India took this step, it might spur Pakistan to fast-track the process of finalizing the planned IMS stations within its own territory and signing the requisite facilities agreements. Conversely, Pakistan could take the lead without waiting for India, thereby reaffirming its moratorium on nuclear testing while challenging New Delhi to follow suit.

Both India and Pakistan have displayed a willingness to consider and adhere to military and non-military CBMs to enhance stability despite their deep-seated rivalry and political differences. Efforts to normalize relations over nuclear issues were undertaken even before the 1998 tests. In 1988, for example, both India and Pakistan signed the Agreement on the Prohibition of Attack against Nuclear Installations and Facilities, whose stated goal was that both state parties would refrain from “undertaking, encouraging or participating in, directly or indirectly, any action aimed at causing the destruction of, or damage to, any nuclear installation or facility in the other country.”[xiv] Pursuant to the agreement, India and Pakistan have exchanged lists of their nuclear installations and facilities since 1992. Both countries similarly adopted several other nuclear CBMs, including the Agreement on Pre-Notification of Flight Testing of Ballistic Missiles in 2005 and the Agreement on Reducing the Risks from Accidents Relating to Nuclear Weapons in 2007.[xv]

These agreements demonstrate that India and Pakistan do recognize the need for CBMs but both countries struggle to commit to bilateral dispute resolution. Instead, both countries have taken limited steps, usually after crises, to reduce escalating tensions. As such, engaging with an existing multilateral monitoring regime could serve as an indirect CBM between India and Pakistan as the establishment of IMS stations would reaffirm both countries’ commitments to their unilateral testing moratoria.

Rationale

At a time when some U.S. senators are seeking to cut funding for the CTBTO, India and Pakistan’s engagement with the organization could send an important signal.[xvi] It would reinforce Indian and Pakistani commitments to refrain from additional testing. It would also improve the CTBTO’s technical capabilities to detect clandestine, low-yield testing in South Asia and broader region, including China, Central Asia, and the Middle East. This step could also provide additional, societal benefits to India and Pakistan as data derived from IMS facilities are utilized in monitoring earthquakes and issuing early tsunami warnings.[xvii]

It can also be argued that India’s ongoing efforts to gain support for its membership in the Nuclear Suppliers Group (NSG) and obtain a permanent seat on the UN Security Council could be advanced if leaders in New Delhi were to provide tangible indications of their support for the CTBT and its monitoring system[xviii] Considering that Pakistan has also applied for NSG membership and is an observer to the Preparatory Commission of the CTBTO, such a move by India could be a powerful impetus for Islamabad to respond in kind by establishing its own IMS facilities on its territory and to commit to supporting the objectives of the CTBT.

In the view of Feroz Khan, a noted scholar on Pakistani nuclear issues, the construction of IMS facilities could constitute a powerful CBM in regions that are entwined in an enduring rivalry.[xix] Similarly, Michael Krepon argues that, by setting up IMS stations, India and Pakistan could send positive messages that they are responsible stewards of their nuclear weapons and that both countries see value in the CTBT, even though they are not willing to sign it.[xx] Perhaps most importantly, this step could reconfirm both countries’ commitment to refrain from testing nuclear weapons, which is vital both to maintaining regional stability and strengthening the global nonproliferation regime.

Challenges to the Proposal

India is dissatisfied with the CTBT’s language as it currently exists and has argued that the CTBT is not truly comprehensive as it does not prohibit “sub-critical tests.” In this way, India views the CTBT as a nonproliferation measure rather than a true disarmament measure.[xxi] Additionally, New Delhi believes the CTBT’s entry into force clause, which stipulates that the 44 countries that participated in the Conference on Disarmament and “possesse[d] nuclear research or nuclear power reactors” must ratify the Treaty before it can become operational, is an infringement on its national sovereignty.[xxii] This stance is rooted in the view that the provisions of Article XIV of the CTBT are a violation of the 1969 Vienna Convention on the Law of the Treaties.* According to that Convention, a treaty cannot bind nations that are not party to it. In India’s view, the CTBT imposed obligations on it and denied its “right of voluntary consent in adherence to an international treaty.”[xxiii] On this basis, experts in India argue that the CTBT will continue to remain an elusive goal as long as the Treaty is just an instrument of nonproliferation rather than a step towards abolishing nuclear weapons entirely.

Since Pakistan’s signature on the CTBT likely hinges on India’s signature, it is similarly unlikely that Islamabad would undertake any positive steps towards the CTBT or the IMS network unilaterally. Nevertheless, there are some indications that Pakistan’s position on the Treaty might be more flexible than India’s. Although Pakistan echoed India’s sentiments regarding the failure to link the CTBT with nuclear disarmament during the Treaty’s negotiation, it nevertheless voted in favor of its adoption in the United Nations General Assembly in 1996.[xxiv]Further, Pakistan does not appear to have doubts regarding the CTBT’s verifiability. If Pakistan and the CTBTO could conclude a bilateral agreement to enable the Preparatory Commission to begin IMS construction activities, irrespective of Pakistan’s Treaty status, it might put India on the defensive to respond. However, Pakistan’s signature on the CTBT remains dependent on that of India’s.[xxv] Moreover, there is hardly any public debate regarding the CTBT in Pakistan and its engagement with the CTBTO is marginal.

Benefits

In spite of these potential challenges to the building of IMS facilities in India and Pakistan, there are a number of practical reasons why this proposal might nevertheless be embraced by national leaders in both countries. Perhaps most significantly, becoming part of the CTBTO’s IMS network is quite different from signing the CTBT. Taking one step does not oblige either state to take more meaningful steps. On this basis, establishing new IMS facilities could be defended as having value in that it enhances global information-sharing regarding the timely monitoring of low-yield, covert tests elsewhere in the region.

Second, the construction of IMS facilities would strengthen seismic data collection, which is of great utility on the earthquake-prone Subcontinent.[xxvi] In India, the construction and certification of its four listed IMS stations could augment seismic networks already in existence.[xxvii] The additional data these four stations could provide would help local bodies and the national government better forecast where powerful earthquakes are likely to occur and prepare for them more effectively. The same is true in Pakistan, where data compiled by the Pakistan Meteorological Department suggests that earthquakes are becoming more frequent and the likelihood for high magnitude quakes is rising.

Beyond earthquake monitoring, seismic and infrasound data from IMS facilities could also augment both countries’ ability to anticipate tsunamis. The need for timely tsunami warnings became abundantly clear following the 2004 tsunami in the Indian Ocean, which killed over 230,000 people.[xxviii] IMS data is especially useful in this respect because it is greater in volume and available more rapidly, accurately, and from more diverse locations than data derived from national networks.[xxix] By participating in the IMS, India and Pakistan would both contribute to, and benefit from, this increase in network coverage.

In this light, even apart from security and nonproliferation benefits, India and Pakistan would gain tangible benefits in the realm of natural disaster preparedness should they build IMS facilities on their territories. In linking these facilities to the IMS network, India and Pakistan would derive the benefits of information-sharing in the international system while demonstrating responsible nuclear stewardship. By participating in the IMS, scientists from both countries could also profit from increased interactions with the CTBTO. National entities in India and Pakistan have expressed their interest in establishing this type of contact. The Institute of Seismological Research in Gujarat, India, for example, highlighted its interest in “mechanisms for research, training and collaboration with national and international organizations in related fields.”[xxx] The Seismic Monitoring and Early Tsunami Warning Center of the Pakistan Meteorological Department has identified “exchanging information pertaining to seismology with international agencies” as one of its objectives.[xxxi]  On this basis, state and national research institutions would support the establishment of IMS facilities as one path to the interaction with the CTBTO that these entities seek. This contact could, in turn, build support among the scientific communities in both countries for greater engagement with the international nonproliferation regime.

Increasing interaction with the CTBTO might also increase contact between scientists and technical experts in India and Pakistan. This potential has already been realized on a limited basis through the CTBTO’s Science and Technology (SNT) forum. At SNT2017, for example, a team including Indian researchers presented the results of their analysis of 17 years of earthquake data derived from the IMS to predict the magnitude and frequency of future earthquakes in the Hindukush-Pamir Himalaya region.[xxxii]  At the same conference, a researcher from Pakistan’s National Defense University underscored how the application of Pattern Informatics onto global seismological data could be utilized in disaster prediction.[xxxiii] These studies highlight places where India and Pakistan’s national interests coincide and raise awareness about the importance of the IMS to researchers in both countries. Because scientific cooperation is often less affected by political challenges than other types of interactions, the CTBTO-facilitated contact between Indian and Pakistani scientists might build trust and lay the groundwork for other, more ambitious CBMs in the future.

To conclude, there are a number of tangible, practical benefits for both India and Pakistan should they choose to build IMS facilities on their respective territories. Most importantly, both states would send a strong signal that they take seriously their responsibilities of nuclear stewardship.  Despite longstanding mistrust and a lack of political will, policymakers in both countries would do well to seriously consider how the construction of IMS facilities on their territory could enhance their national security and strategic interests.

In an interview with Izvestiya published on 31 October 2017, CTBTO Executive Secretary Lassina Zerbo discusses the CTBT, the Iran deal, the crisis on the Korean peninsula, the role of sanctions against DPRK, the threat of nuclear terrorism and Moscow’s role in the process of global disarmament and nonproliferation. Read the full interview in Russian on Izvestiya

«Хорошие отношения между РФ и США — ключ к международной безопасности»

Глава Организации по Договору о всеобъемлющем запрещении ядерных испытаний Лассина Зербо — об иранской сделке, корейском кризисе и роли Москвы в процессе глобального разоружения
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Готовность Ирана выполнять международные обязательства, последствия санкций в отношении КНДР, угроза приобретения ядерного оружия террористами, а также необходимость плотного сотрудничества Москвы и Вашингтона — эти и другие темы в эксклюзивном интервью «Известиям» прокомментировал исполнительный секретарь Подготовительной комиссии Организации по Договору о всеобъемлющем запрещении ядерных испытаний (ОДВЗЯИ) Лассина Зербо. Он стал участником международного дискуссионного клуба «Валдай», который ежегодно собирает ведущих политологов, экспертов, журналистов и политических деятелей.

— В 1996 году в Нью-Йорке был открыт для подписания Договор о всеобъемлющем запрещении ядерных испытаний (ДВЗЯИ). Тогда же была создана подготовительная комиссия ОДВЗЯИ. Какой путь уже удалось пройти?

— Организация объединяет 183 государства. При этом 166 стран ратифицировали договор от 1996 года. Таким образом, более 90% всех стран мира входят в действительно универсальную организацию. Мы осуществляем успешный международный мониторинг. Наша организация зафиксировала все шесть ядерных испытаний КНДР, которые были проведены в XXI веке. У нас есть международный центр, который способен обрабатывать, анализировать и предоставлять достоверную информацию о ядерных испытаниях международному сообществу. Более 300 специалистов постоянно следят за деятельностью государств в этой сфере. А наша успешная работа подталкивает те страны, которые до сих пор скептически относятся к договору, изменить свою позицию и признать, что всё это просто необходимо для мировой безопасности.

— И когда стоит ожидать, по вашим прогнозам, вступления в силу Договора о всеобъемлющем запрещении ядерных испытаний?

— Сейчас необходима ратификация договора восьмью странами, которые владеют ядерными технологиями. Речь идет о Египте, Израиле, Индии, Иране, Китае, Пакистане, Северной Корее и Соединенных Штатах (Россия ратифицировала договор в 2000 году). При этом КНДР, Индия и Пакистан еще не подписали договор. Несмотря на это, например, эксперты из Пакистана принимают участие в работе организации. Мы ведем постоянные переговоры со странами, которые еще не присоединились к документу. Мы стараемся донести до них, что всеобщий запрет на ядерные испытания и наша система проверки внесут вклад в их национальную и мировую безопасность. Главную роль играют Россия и США. Ведь эти две страны обладают 90% мирового ядерного оружия. Поэтому хорошие отношения между США и Россией — ключ к международной безопасности. В перспективе необходимо добиться полного разоружения. При этом конкретные шаги Москвы и Вашингтона по двустороннему разоружению могут стать примером для остальных ядерных держав.

— Корейский кризис уже многие десятилетия создает очаг нестабильности в мире. При этом взаимные угрозы Пхеньяна и Вашингтона только усиливаются. Каким вы видите решение проблемы?

 Решение северокорейской проблемы — вопрос, как говорится, на миллион долларов. Последнее десятилетие санкции в отношении КНДР усиливались, но это привело к расширению северокорейской ядерной программы. Крупный взрыв в 2017 году и вовсе показывает, что у Пхеньяна может быть водородная бомба. Возникает серьезный вопрос, действительно ли столь эффективны санкции и какие другие шаги необходимо предпринять международному сообществу для того, чтобы остановить ядерную программу КНДР.

История показывает, что разногласия так или иначе необходимо решать с помощью диалога. Необходимо действовать в интересах человечества и стремиться к глобальному миру. Международное сообщество должно признать, что ядерному оружию нет места в XXI веке и испытания должны стать историей. Наша организация готова стать частью процесса решения северокорейского кризиса и денуклеаризации КНДР. Эту проблему необходимо решить, так как ядерные испытания сейчас действительно осуществляются только на корейском полуострове.

— Существует ли риск, что ядерным оружием завладеют террористические организации?

— Терроризм — одна из самых серьезных угроз для нашего поколения. Однако необходимо помнить, что разработка ядерных технологий и обладание готовым оружием — две разные вещи. Террористические организации на сегодняшний момент не способны осуществить процесс создания ядерного оружия от начала до конца. Технически это невероятно сложный процесс. Но террористы могут приобрести ядерное оружие, которое принадлежит конкретной стране. Здесь риск действительно существует. Поэтому борьба с терроризмом — одна из основных задач всего международного сообщества.

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